Unternehmen fragen selten, ob ihre Industrieversicherung marktgerecht aufgestellt ist. Nicht aus Nachlässigkeit — sondern weil die Informationen fehlen, um die Frage überhaupt zu beantworten.
Wer in einem Industrieunternehmen für Versicherungen verantwortet, kennt die Situation: Die Programme sind über Jahre gewachsen, die Betreuung liegt seit langem beim selben Haus, die Prämien steigen, und eine belastbare Antwort auf die Frage „ist das marktgerecht?“ gibt es nicht. Der Grund dafür liegt nicht bei den Unternehmen.
Die Betreuung wird in der Industrieversicherung überwiegend über Courtage vergütet — also über einen Anteil an der Prämie. Steigt die Prämie, steigt die Vergütung automatisch mit, ohne dass sich der Leistungsumfang verändert hätte. Das ist kein Vorwurf an einzelne Marktteilnehmer, sondern eine strukturelle Eigenschaft des Modells.
Die Folge ist eine Kostenposition, die sich der aktiven Steuerung entzieht. Sie erscheint nicht als eigener Posten, sondern ist in der Prämie enthalten — und wird damit selten hinterfragt.
Ein Unternehmen, das wissen will, ob Vergütung und Leistung seines Maklers marktgerecht sind, hat kaum eine Möglichkeit, das zu prüfen. Es kennt seinen eigenen Vertrag — aber nicht den Markt. Wettbewerber tauschen sich zu diesem Thema nicht aus, und veröffentlichte Bandbreiten existieren nicht.
Was bleibt, ist die Darstellung des betreuenden Hauses. Sie mag zutreffend sein. Nachprüfbar ist sie nicht.
Ohne Vergleichsmaßstab lässt sich nichts steuern. Nicht die Qualität der Leistung, nicht der Aufwand, nicht die Kosten. Die interne Funktion, die Versicherung verantwortet, arbeitet damit dauerhaft auf einer Informationsbasis, die von der Gegenseite bereitgestellt wird — und muss ihre Entscheidungen gegenüber Geschäftsführung, Einkauf und Aufsichtsrat dennoch begründen.
Das ist die eigentliche Lücke. Sie betrifft nicht die Verträge, sondern die Entscheidungsgrundlage.
Transparenz ist die Voraussetzung für Steuerung, nicht ihr Ergebnis. Wer weiß, wo er im Markt steht, kann entscheiden — auch die Entscheidung, alles so zu lassen, wie es ist. Der Unterschied liegt darin, dass sie dann bewusst getroffen wird und dokumentiert ist.
Unsere Überzeugung: Industrieversicherung gehört transparent. Nicht, weil der Markt schlecht arbeitet, sondern weil belastbare Entscheidungen eine belastbare Grundlage brauchen — auf allen Seiten.
Wir verbinden Versicherungs-Fachwissen mit eigener Technologie-Entwicklung. Mit brovisory schaffen wir Transparenz in der Entscheidung, mit riskport Effizienz in der Administration.